Hof am Gölmbach

Zucht und Erhaltung alter Nutztierrassen

Willkommen Wolf!

 

Nach dieser Begegnung mit Wölfen war ich mir endgültig sicher: Das Rotkäppchen lügt doch !!

 

Doch leider gibt es schon wieder diese uralte Angst vor dem bösen Wolf. Verunsicherte und verängstlichte Nutztierhalter sowie Waldspaziergänger, Reiter und Hundebesitzer und und und, können sich auf folgender Seite vom Gegenteil überzeugen lassen www.wolfsbetreuer.de

 

 


 

Warum Wolf ?

Nicht nur die Biodiversität in der Landwirtschaft sowie die Generhaltung alter Haus- und Nutztierrassen gilt es für uns zu erhalten, sondern auch die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland ist für uns ökologisch gesehen eine große Bereicherung. Mit ihrer Rückkehr ist ein fehlendes Stück Natur in unsere Wälder zurückgekehrt!

Wir unterstützen diesen Erfolg mit zwei Wolfspatenschaften beim NABU.

2015 hatten wir allen Grund zum Feiern. 15 Jahre Wölfe in Deutschland. 10 Jahre Willkommen Wolf Projekt und 5 Jahre Wolfsbotschaft im NABU.

 

Unterschied zum Haushund?

 

 

Wölfe in Deutschland? 

Einst war neben dem Menschen der Wolf das am weitesten verbreitete Säugetier der Erde. Heute ist aus vielen Teilen Europas der Wolf fast vollständig verschwunden, überall dort, wo der Mensch ihn ausgerottet hat.

Der im ausgehenden Mittelalter begonnene Ausrottungsfeldzug gegen die Wölfe führte dazu, dass um 1850 die Wolfspopulation bei uns in Deutschland fast vollständig ausgelöscht wurde. 1904 wurde bei Hoyerswerda der "letzte Wolf" Deutschlands geschossen.

Seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts wanderten immer wieder einzelne Tiere von Polen nach Deutschland ein, sie wurden allerdings alle erschossen. Erst Ende der 1990er Jahre gelang es zwei Wölfen sich auf dem noch aktiven Truppenübungsplatz "Oberlausitz" erfolgreich zu etablieren. Die  Wölfe fanden auf eigenen Pfoten zu uns zurück, sie wurden weder ausgesetzt noch ausgewildert. Somit ist es 150 Jahre nach ihrer Ausrottung  den Wölfen wieder gelungen ein Rudel in Deutschland zu gründen.

Mit geschätzten 140 erwachsenen, sich fortpflanzenden Individien ist in Deutschland im Jahr 2017 eine sichere Bestandsgröße noch lange nicht erreicht und ohne Schutzmaßnahmen könnte der Wolf wieder aussterben. Seit 1990 stehen Wölfe im vereinten Deutschland, seit 1998 in Polen unter strengem Naturschutz, doch obwohl der Wolf einen nationalen sowie auch internationalen Schutzstatus besitzt, werden auch heute wieder einzelne Tiere illegal abgeschossen.

 

Wie leben Wölfe 

Wölfe brauchen keine Wildnis. Entgegen der häufig verbreiteten Meinung, ist der Wolf nicht auf Wildnisgebiete oder naturnahe Lebensräume angewiesen. Er ist sehr anpassungsfähig und kommt gut in einer von Menschen geprägten Kulturlandschaft zurecht. Obwohl der Wolf durchaus menschliche Strukturen nutzt, meidet er den Menschen. Wölfe bemerken ihn frühzeitig und suchen das Weite. Die Rückkehr der Wölfe bereichert unsere Natur. Sie ist eine der spektakulärsten Entwicklungen der letzten Jahre im Naturschutz. In unseren Wäldern und Forsten könnte sich die Anwesenheit von Wölfen positiv auswirken.

Sie jagen unerfahrenes, altes und schwaches Wild, in unseren Breiten sind das Rothirsche, Rehe, Wildschweine, Hasen, Kaninchen, Vögel, Mäuse und andere Kleinsäuger. Reaktions-schnelle und gesunde Tiere werden selten erbeutet. Durch diese natürliche Auslese spielen die Wölfe seit Urzeiten eine wichtige Rolle im Ökosystem.

 

Wolfspopulationen


Insgesamt leben 128 Wolfsrudel, 35 Paare und 10 territoriale Einzelziere in Deutschland.( Stand Sommer Monitoringjahr 2019/20 ) Die Population wächst. Allerdings sind die illegalen Wolfstötungen mehr als alarmierend: Allein 2018 wurden acht Wölfe mit Schussverletzungen tot aufgefunden - die Dunkelziffer ist vermutlich noch höher.

Quelle NABU:

Seit 2000 starben 378 Wölfe im Verkehr, 50 Wölfe wurden hingegen mutwillig illegal getötet. Letztere wurden meist geschossen, doch auch geköpfte und absichtlich überfahrene Wölfe wurden gefunden. Neueste Erkenntnisse zeigen zudem: Sieben der 98 im Straßenverkehr verunfallten Wölfe des letzten Monitoringjahrs 2019/2020 wurden zu Lebzeiten beschossen, was jedoch nicht zum Tod der Tiere führte. Dazu kommen elf Wölfe, die in diesem Zeitraum illegal getötet wurden. Diese Zahl steigt stetig, 2018/2019 waren es acht, 2017/2018 sechs illegal getötete (und gefundene Wölfe).

Die Aufklärungsrate dieser Straftaten ist verschwindend gering, die Dunkelziffer vermutlich hoch. Der Wolf ist eine streng geschützte Art, das Nachstellen und Töten der Tiere ist daher strafbar. Die Verfolgung der Täter muss allerdings stärker voran getrieben werden. Artenschutzkriminalität wird in vielen Bundesländern immer noch als Kavaliersdelikt vernachlässigt. Der NABU fordert die Länder auf, in ihren Landeskriminalämtern Stellen zu schaffen, die auf die Ermittlung von Artenschutzkriminalität spezialisiert sind. Neben Wölfen werden auch geschützte Greifvögel oder Luchse immer wieder Opfer illegaler Tötung. Diese Straftaten dürfen nicht bagatellisiert werden.

Eine aktuelle Karte der Wolfspopulationen in Deutschland und Westpolen können Sie hier downloaden.


Ein Rudel besteht aus 2 adulten Wölfen und in der Regel aus 2-10 Jungwölfen, die Jungwölfe sind aus dem diesjährigen Wurf sowie die Geschwister des Vorjahres. Sie jagen in einem Territorium von 300 km² und erbeuten 1,2 Rehe, 0,3 Wildschweine und 0,2 Rothirsche pro Jahr und 100 Hektar. Eine Konkurrenz für den Jäger stellt der Wolf somit in keinster Weise dar, im Gegenteil, seine Anwesenheit trägt dazu bei, den Verbisschaden in Land- und Forstwirtschaft durch das Schalenwild, in Grenzen zu halten.

 

Ein russisches Sprichwort sagt:

> Wo der Wolf lebt, ist der Wald gesund <

 



Wer mehr über dieses für mich sehr interessante Thema wissen möchte klick hier: www.willkommen-wolf.de oder auch: www.wolfswandern.de

↥ nach oben