Unsere Tiere
Auf dieser Seite stellen wir einige unserer Tiere vor, die keiner gefährdeten Haustierrasse angehören, deren "Erhalt" aber nicht weniger wichtig ist. Und jedes von ihnen erzählt seine eigene kleine Geschichte ...
» IGNAZ (Wollschwein)
Ignaz gehört zur Rasse der schwalbenbäuchigen Mangalitza.
2008 kam er aus dem Tierpark Warder auf unseren Hof.
Mittlerweile in die Jahre gekommen leidet er im Winter wie alle älteren Herren unter Arthrose. Im Sommer wird gepflügt, der Winter wird verschlafen und in der Zwischenzeit dient er als Spielgefährte für die Ferkel. Als lieber Onkel hat Ignaz die kleinen Racker aus über 8 Würfen großgezogen.
Ignaz ist im Sommer 2024 in seinem Stall friedlich für immer eingeschlafen.
> PEDRO ( Shetlandpony )
Das Shetlandpony gehört zu den ältesten europäischen Pferderassen. Ursprünglich auf den Shetlandinseln beheimatet, kamen die ersten Original Shetlandponys Anfang des 20. Jahrhundert nach Deutschland. Bei einer Lebenserwartung von 40 Jahren, sind sie genügsam, robust und sehr intelligent.
Unser Pedro besticht durch seinen edlen Kopf, große ausdrucksstarke Augen, kleine Ohren, ehrlichen Charakter sowie große Neugierigkeit.
1998 kam er auf unseren Hof. Obwohl er nicht mit unserem Sohn Niklaas mitwuchs, durfte er trotzdem bleiben! Heute ist Pedro unser kleiner Hofnarr, erlaubt ist für ihn alles...Zäune, die gibt es nicht, Drohgebärden von Artgenossen, die sehe ich nicht.
Pedro ist der absolute Liebling unserer Enkelkinder, ganz besonders aber von Louisa und Frieda !!!
> MISTER WARLEE PAYCHECK
Auf dem amerikanischen Kontinent waren Pferde ausgestorben, bevor die Spanier und Portugiesen andalusische Pferde, Berber und Araber wieder nach Amerika importierten. Mit den großen Siedlerströmen im 17. und 18. Jahrhundert trafen Percherons, irische Ponies und englische Vollblüter ein. Aus der Kombination dieser Rassen entstand eine im Typ und Charakter unverwechselbare Pferderasse: Das American Quarter Horse.
Nur die leistungsstärksten und härtesten Pferde konnten damals bei der Eroberung des amerikanischen Westens überleben. Ein wesentlicher Merkmal der Rasse ist ihre Zuverlässig-keit und Vielseitigkeit. Sie waren die unerlässlichen Partner der Cowboys, zogen den Pflug des Farmers, zogen die Kutsche zur Kirche wurden danach ausgespannt und liefen Rennen, die sogenannten Quarter Mile Races, von denen sich ihr Name ableitet.
Heute werden die Quarter Horses in verschiedenen Linien gezüchtet. Das alte, klassische, muskulöse aber schnelle und wendige QH wird heute als "stock type" bezeichnet. Die „Reining“-Pferde sind relativ klein und leicht, daher extrem wendig. Pferde für die Rinderarbeit werden nur auf Leistung nicht aber auf Aussehen gezüchtet. Stark mit Vollblut eingekreuzt wird in die Linie der "Renn-Quarter".
Zum Westernreiten kamen wir 1994. Auf der Hansepferd sahen wir unseren damaligen Trainer zum ersten mal und unsere Entscheidung stand sofort fest.
Für uns ist das Westernreiten eine Reitweise, bei der es mit wenig Aufwand möglich ist, sein Pferd locker und leger zu reiten. Doch um an diesen Punkt zu gelangen wird auch hier einiges an Arbeit und Schweiß verlangt.
Unser Warlee war 1994 das erste Quarterhorsefohlen auf unserem Hof und wurde natürlich als erster Nachwuchs NICHT verkauft. Für unsere Enkelin Marlene war er DER Kumpel auf dem und mit dem man alles machen konnte.
Heute genießt Warlee zusammen mit Pedro sein Rentendasein.
> HOTCHBERRY ROCKY AKA JIM
Die Fellponys, eine kleine robuste Pferderasse. Man könnte leicht meinen sie würden wegen ihres langen Haares und ihres Behanges so genannt, aber " Fell " deshalb, da diese Rasse aus dem nordenglischen " Fell-Gebirge ", einer Hügelkkette in der Grafschaft Cumbria, stammen. Die Bezeichnung " Pony " deshalb, weil man alle Pferderassen unter einem Stockmaß von 148,5 cm als Pony bezeichnet. Noch 1960 gehörten die Fells zu den vom Aussterben bedrohten Haustierrassen. Heute geht man von eine Bestand von ca. 4000 Fellponys aus. Leider geht aber die Zahl der traditionellen " hillbreader " und damit auch die Zahl der halbwilden Herden heute leider stark zurück.
Unsere beiden Fellpony-Halbbrüder Hotchberry Rocky und Hotchberry Star aka Jim und Jack wurden im November 2020 8-jährig als Kutschgespann gekauft. Beim Kauf siegte wie schon so oft unser Tierschutzherz über unseren Verstand !
Hier angekommen stellten wir dann nach einigen Probefahrten mit unserem Schwager, einem langjährigen routiniertem 4-Spänner Fahrer fest, dass Kutschfahrten für uns als Fahranfänger mit den beiden lebensgefährlich wären. Jack, der Nervenstärkere von beiden bekam eine zweite Chance als Reitpony bei meiner Freundin.
Der sensible Jim, der immer versucht hat alles richtig zu machen, hat durch die jahrelange grobe Behandlung ja fast schon Misshandlung des Vorbesitzers ein schweres Trauma erlitten. Ein Weiterverkauf hätte ihn mit Sicherheit zum Wanderpokal werden lassen.
Wir geben ihm hier jetzt die Zeit die er braucht um dem Menschen wieder zu vertrauen. In der Herde hat er sich mittlerweile fast an die Spitze hochgearbeitet.
Er ist ein so unglaublich wunderschööööner kleiner Mann, der eine zweite Chance mehr als verdient hat!
Mai 2026
Jim ist das gelehrigste Pferd was ich je kennengelernt habe und mittlerweile bringt ihm Beschäftigung mit dem Menschen wieder richtig Spaß! Die Kutsche macht ihm aber nach wie vor Angst, Enkelkinder auf seinem Rücken sind aber okay, also....von was reden wir hier ? :-) Sein neuer Job ist einfach " Kumpel und Zuhörer " .
> KJAERGAARDS ARMANI AKA ERIC
Das Norwegische Fjordpferd auch Norweger genannt ist eine Pferderasse die aus den Küstengebieten Norwegens stammt. Mit einem Stockmaß von 135-150 cm ist das Fjordpferd ein kräftiges im barocken Typ stehendes Kleinpferd mit alten Wurzeln. Bis heute werden diese Pferde von den norwegischen Gebirgstruppen als Packpferde verwendet. Dem Fjordpferd eine Mähne zu schneiden ist seit der Wikingerzeit Tradition. Der Aalstrich und der Hals kommen bei einer korrekt geschnittenen Mähne, bei der die inneren schwarzen Haare höher als die hellen Äußeren stehen, besser zum Ausdruck.
Das Fjordpferd.....nicht nur DAS Allround Pferd Norwegens!
Nachdem unser erster Versuch ein Gespann zu kaufen ja leider daneben ging versuchten wir aber weiter unser Glück, schließlich haben mein Mann und unser jüngster Sohn Niklaas den Kutschenführerschein erworben und nun sollte auch gefahren werden! Und dann kam Eric....ein Riesennorwegerwallach, ein wirklicher Wikinger , ein Mammut!! Aber unser Turteldag ist vor der Kutsche ein verlässlicher Kumpel, manchmal findet er Blümchen am Wegesrand suspekt aber der entgegenkommende Mähdrescher ist völlig okay.
Leider mussten wir unseren treuen Eric 2024 über die Regenbrücke gehen lassen.
Eine schwere Reheerkrankung hat der tapfere Kerl nicht überstanden!
> OAKS MAYFLOWER
Unsere kleine schicke Quarterhorsestute ist " nur "ein reines Freizeitreitpferd allerdings mit Westernreitunterricht. Die Zeiten allerdings in denen wir auf Westernreitturniere gefahren sind, sind lange vorbei, die schönen Erinnerungen an diese Zeiten und an die treuen Weggefährten von damals aber werden immer bleiben.
Unsere Marlene übt fleißig auf May eine gute und sensible Reiterin zu werden!
Mit Rasante aka " Rosi " der Holsteiner Warmblutstute unserer Schwiegertochter geht sie den 3 Wallachen manchmal gehörig auf die Nerven,...Stuten halt!
> JAMBOR
Im Dezember 2018 kam Jambor aus dem Tierschutz zu uns. Als ungarischer Straßenhund eingefangen wartete er dort in einer örtlichen Tötungsstation auf seine " Hinrichtung ".
Trotz dieser schlimmen Zeit hat der kleine Kerl seine Lebensfreude nie verloren. Und jetzt hat er hier alles fest im Griff. Obwohl er mit seinem hohen Terrierblutanteil nicht der geborene Hofhund ist, arrangiert er sich so gut es aus seiner Sicht geht mit den anderen Hoftieren. Natürlich wäre er lieber " Einzelkind ", aber ok man kann eben nicht alles haben !
Jambor, unser quirliger Riverdancer aber er hat das Herz am richtigen Fleck!
> IMBALI AKA BALA - MOGAMBI AKA RAGGI - DUDE
Seit 2014 haben wir die Liebe zu den Bengalkatzen entdeckt!
» Bengalen (Wildes Aussehen – sanftes Gemüt)
Herkunft
Die wilde Form der Bengalkatze ( Felis bengalensis ) ist eine südost-asiatische Katzenart. Auch in ihrem natürlichen Lebensraum kommen Verpaarungen mit Hauskatzen vor. Zur Unterscheidung der wilden Katzenart von der Hauskatzenrasse werden die Wildtiere oft als ALC ( Asiatic Leopard Cat ) bezeichnet.
In den frühen 60er kreuzte Jean Mill in Amerika gezielt eine wilde Bengalkatze mit einem schwarzen Hauskater. Das Ziel sollten zahme Katzen mit wildem Aussehen sein. Die Tiere der ersten drei Generationen ( F1-F3 ) bezeichnet man Foundation Bengalen. Ab der 4 Generation (F4) werden diese als voll domestiziert betrachtet.
Körpermerkmale
Bengalen sind kräftig, muskulös mit kurzem, glänzendem und sehr seidigem Fell. Durch ihre besondere Fellzeichnung ( Rosetten ) erinnern sie an kleine Leoparden. Enorme Sprungkraft und Schnelligkeit zeichnen diese Tiere aus.
Wesen
Bengalkatzen lieben Wasser, sind sehr gelehrig, neugierig und absolut zutraulich. Ihre aktive Art beschränkt sich nicht nur auf die Jugend. Bengalen sind auch als erwachsene Katzen sehr verspielt.
Bei uns zog Mitte März 2014 Imbali, ein kleines " snow girl " ein. Imbali heißt in der Sprache der Zulu Schönheit und sie macht ihrem Namen alle Ehre.
Sie besitzt riesige Rosetten, die wunderschön in Linien angeordnet sind und sie schimmert wie Morgenschnee in der Sonne. Als seal-lynx Bengalin besitzt sie eine creme-elfenbeinfarbige Grundfarbe während ihre Zeichnung in hellen Brauntönen gehalten ist. Mit ihren strahlend blauen Augen und ihrer extremen lieben Art schnurrte sie sich sofort in unser Herz.
Wir rufen sie liebevoll " Bala Bala" da sie manchmal etwas zerstreut wirkt !
Mogambi kam im Sommer 2015 ebenfalls aus der damaligen Zucht von Ines Niemann zu uns. Sein sehr kurzes Fell mit kontrastreicher Zeichnung ( brown spotted tabby ) und sein schlanker muskulöser Körper lassen ihn wie einen Stuben-Geparden aussehen.
Unser " Raggi " ein sehr sensibler vorsichtiger zurückhaltender athletischer Schmusebär.
Dude, ein Riesenkater aus der Zucht von Rosa Ribeiro. Den Schalk im Nacken bringt er so manchmal den ganzen Haufen durcheinander, Dude ist gefrässig, tolpatschig, äußert sich immer lautstark.....das totale Gegenteil von Raggi.
Unser Dude, ein Rüpel im " Gucci-Mantel ", aber unser absoluter Herzensbrecher.
Schwalben und andere Wildvögel
Im Jahre 2021 zählten wir weit über 25 Schwalbennester auf unserem Hof, die Schweinesuhle bietet ihnen ein hervorragendes Baumaterial. Leider ist die Zahl der Schwalbennester stark rückläufig, im April 2026 sind nur 8 Nistpaare nachgewiesen.
Die leider immer noch praktizierten Fangtechniken mit Leimruten und Netzen in den auf ihren Flugrouten in den Süden angesteuerten Ländern dezimieren nicht nur den Schwalbenbestand.
Auch die eingesetzten giftigen Fungi-und Pestizide auf unseren Nachbarfeldern von beratungsresistenten Landwirten rauben Schwalben wie auch anderen Wildvögeln die Nahrungsquellen, ganz zu schweigen von den Wildbienen.
Aber nicht nur Schwalben sind bei uns willkommen, auch die vielerorts verhassten Tauben dürfen hier brüten. Unser Innenhof ist fest in Spatzenhand, Nistkästen werden gerne von Blau-und Kohlmeisen genutzt. Die Futterstellen bieten Buntspechten, Grünfinken, Staren, Amseln, Stieglitzen, einem Dompfaffpärchen und sogar manchmal einem Eichhörnchen zusätzliche Nahrung. An der Bachböschung brüten Stockenten und ein Eisvogel lässt sich von Zeit zu Zeit sehen. Auf den Wiesen am Gölmbach stehen Kraniche, Weißstörche, Silberreiher und Graugänse. Im Frühjahr 2023 wurde in Absprache mit dem örtlichen NABU ein Storchennest auf einem entsorgten Telegraphenmast auf unserer Heukoppel aufgestellt. Erste Wohnungsbesichtungen fanden im Sommer von einem jungen Storchenpaar statt!
Doch leider wurde bis heute kein Storchenpaar sesshaft.
Unsere Weiden und Wiesen dürfen nicht bejagd werden.
Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen!
Ernest Hemingway






